§ 85b AufenthG: Missbräuchliche Anerkennung der Vaterschaft; Vermutungstatbestände
This text has been rewritten in plain language (B1 level). It does not replace the official version of the law.
Abusive Acknowledgement of Paternity (§ 85b AufenthG)
Do you want to acknowledge paternity for a child? Then the immigration authority (Ausländerbehörde) checks whether the acknowledgement is abusive. This section explains when it refuses its approval (Zustimmung) and when it grants it.
When is an acknowledgement abusive?
An acknowledgement is abusive if paternity is acknowledged specifically for a certain purpose. The same applies to the mother's consent. These are the purposes concerned:
- lawful entry or lawful residence of the child, of the acknowledging man, or of the mother.
- lawful entry or lawful residence of the child through the child acquiring German nationality under § 4 para. 1 or para. 3 sentence 1 of the Nationality Act.
In these cases the immigration authority refuses its approval.
When is abuse presumed?
The immigration authority presumes abuse if any one of these points applies:
- The acknowledging man and the mother cannot communicate with each other in a shared language.
- The two only met each other in order to make the acknowledgement of paternity possible.
- In the 4 years before the application, the acknowledging man has already acknowledged paternity several times for children of different third-country national mothers. Or the mother has in that period already consented several times to acknowledgements for different children by different third-country national men.
- A financial benefit was granted or promised for the acknowledgement or for the consent.
- 5 months have passed since the application and a formal instruction under § 85c para. 6 was given. In addition, one or both applicants have repeatedly and without excuse failed to cooperate under § 85c para. 1. This means one of these points:
- An order to appear in person under § 85c para. 5 in conjunction with § 82 para. 4 sentence 1 was not complied with.
- In the personal hearing, statements on the person, on the circumstances and on the reasons for the acknowledgement were missing. This also applies to essential parts of them.
- False or incomplete answers were given to essential questions. Or the required evidence was not submitted.
When does the immigration authority grant approval?
If the authority cannot establish abuse, it grants its approval. The authority even presumes that the acknowledgement is not abusive if the applicants can prove one of these points:
- At the time of the application, the acknowledging man and the mother have been living in a shared household for at least 8 months.
- At that time, the acknowledging man has made substantial regular contributions to the living expenses of the mother or the child over at least 6 months. Because of his income, his assets and an enforceable obligation, such contributions are also to be expected in the future.
- At that time, the acknowledging man has had regular contact with the child or the expectant mother over at least 6 months. According to the circumstances of the individual case, contact is also intended in the future.
- The acknowledging man and the mother married each other after the birth of the child.
- An immigration authority has already approved an acknowledgement of paternity for another shared child with the same mother. This does not apply if proceedings under § 85d para. 2 sentence 1 are pending.
(1) Die Ausländerbehörde versagt die Zustimmung, wenn es sich um eine missbräuchliche Anerkennung der Vaterschaft handelt. Eine solche liegt vor, wenn die Vaterschaft gezielt gerade zu dem Zweck anerkannt wird oder die Zustimmung der Mutter gezielt gerade zu dem Zweck erteilt wird, die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen für
- 1.die erlaubte Einreise oder den erlaubten Aufenthalt des Kindes, des Anerkennenden oder der Mutter oder
- 2.die erlaubte Einreise oder den erlaubten Aufenthalt des Kindes durch den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit des Kindes nach § 4 Absatz 1 oder Absatz 3 Satz 1 des Staatsangehörigkeitsgesetzes.
(2) Eine missbräuchliche Anerkennung der Vaterschaft wird vermutet, wenn
- 1.der Anerkennende und die Mutter sich miteinander nicht sprachlich verständigen können,
- 2.der Anerkennende und die Mutter sich zur Ermöglichung der Anerkennung der Vaterschaft kennengelernt haben,
- 3.der Anerkennende binnen vier Jahren vor Antragstellung bereits mehrfach die Vaterschaft von Kindern verschiedener drittstaatsangehöriger Mütter anerkannt hat oder wenn die Mutter binnen vier Jahren vor Antragstellung bereits mehrfach die Zustimmung zur Anerkennung der Vaterschaft für unterschiedliche Kinder durch verschiedene drittstaatsangehörige Männer erteilt hat,
- 4.dem Anerkennenden oder der Mutter ein Vermögensvorteil für die Anerkennung der Vaterschaft oder für die Zustimmung zur Anerkennung der Vaterschaft gewährt oder versprochen worden ist oder
- 5.seit Antragstellung fünf Monate verstrichen sind, eine Belehrung nach § 85c Absatz 6 erfolgt ist und ein oder beide Antragsteller nach § 85c Absatz 1 wiederholt und unentschuldigt
- a)einer Anordnung zum persönlichen Erscheinen bei der zuständigen Behörde nach § 85c Absatz 5 in Verbindung mit § 82 Absatz 4 Satz 1 nicht nachgekommen sind,
- b)sich in einer persönlichen Anhörung nicht oder in wesentlichen Teilen nicht zu ihrer Person, zu den Umständen und den Gründen für die Anerkennung der Vaterschaft geäußert haben oder
- c)im Rahmen einer Anhörung keine oder auf wesentliche Fragen falsche oder nur unvollständige Angaben gemacht oder angeforderte erforderliche Nachweise unentschuldigt nicht vorgelegt haben.
(3) Die Ausländerbehörde erteilt die Zustimmung, wenn eine missbräuchliche Anerkennung der Vaterschaft nicht festgestellt werden kann. Es wird vermutet, dass die Anerkennung der Vaterschaft nicht missbräuchlich ist, wenn die Antragsteller belegen können, dass
- 1.sie zum Zeitpunkt des Antrags auf Zustimmung seit mindestens acht Monaten in einem gemeinsamen Haushalt wohnen,
- 2.der Anerkennende zum Zeitpunkt des Antrags auf Zustimmung substantielle regelmäßige Beiträge zum Lebensunterhalt der Mutter oder des Kindes über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten geleistet hat und auf Grund seiner Einkommens- und Vermögensverhältnisse und einer vollstreckungsfähigen Verpflichtung auch für die Zukunft die Leistung von substantiellen regelmäßigen Beiträgen zum Lebensunterhalt der Mutter oder des Kindes zu erwarten ist,
- 3.der Anerkennende zum Zeitpunkt des Antrags auf Zustimmung über mindestens sechs Monate regelmäßig Umgang mit dem Kind oder der werdenden Mutter hatte und nach den Umständen des Einzelfalls zu erwarten ist, dass der Umgang auch in Zukunft beabsichtigt ist,
- 4.der Anerkennende und die Mutter einander nach der Geburt des Kindes geheiratet haben oder
- 5.die Zustimmung einer Ausländerbehörde zu einer Anerkennung der Vaterschaft für ein anderes gemeinsames Kind mit derselben Mutter erteilt wurde, es sei denn hierzu ist ein Verfahren nach § 85d Absatz 2 Satz 1 anhängig.
Initial legal consultation
Not sure how this provision applies to your case?
A licensed lawyer specialising in migration law looks at your case and tells you what actually matters.
Your answer within 24 hours — in black and white.
Book the analysisDiscuss your case face-to-face with the lawyer.
Book the video consultationGeneral information cannot replace advice on an individual case.