§ 26 Renunciation
This text has been rewritten in plain language (B1 level). It does not replace the official version of the law.
You can renounce your German nationality if you hold another nationality. The renunciation must be declared in writing.
The renunciation requires approval from the nationality authority. Approval must be refused for:
- Civil servants, judges, soldiers, and persons in public service, as long as their service relationship continues.
- Persons subject to military service, if the Ministry of Defense has concerns.
These restrictions do not apply if you have been living abroad for at least ten years. They also do not apply to persons subject to military service who have completed military service in another country whose nationality they hold.
The loss of nationality takes effect when you receive the renunciation certificate (Verzichtsurkunde).
For persons without legal capacity, only a representative with the approval of the guardianship court (Betreuungsgericht) can renounce. For minors, only the legal representative with the approval of the family court (Familiengericht) can renounce.
(1) Ein Deutscher kann auf seine Staatsangehörigkeit verzichten, wenn er mehrere Staatsangehörigkeiten besitzt. Der Verzicht ist schriftlich zu erklären.
(2) Die Verzichtserklärung bedarf der Genehmigung der zuständigen Staatsangehörigkeitsbehörde. Die Genehmigung ist zu versagen:
- 1.Beamten, Richtern, Soldaten der Bundeswehr und sonstigen Personen, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- oder Amtsverhältnis stehen, solange ihr Dienst- oder Amtsverhältnis nicht beendet ist, mit Ausnahme der ehrenamtlich tätigen Personen,
- 2.Wehrpflichtigen, solange nicht das Bundesministerium der Verteidigung oder die von ihm bezeichnete Stelle erklärt hat, dass keine Bedenken gegen die Genehmigung der Verzichtserklärung bestehen. Satz 2 findet keine Anwendung, wenn der Verzichtende 1. seit mindestens zehn Jahren seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland hat oder
- 2.als Wehrpflichtiger im Sinne des Satzes 2 Nummer 2 in einem der Staaten, deren Staatsangehörigkeit er besitzt, Wehrdienst geleistet hat.
(3) Der Verlust der Staatsangehörigkeit tritt ein mit der Aushändigung der von der zuständigen Staatsangehörigkeitsbehörde ausgefertigten Verzichtsurkunde.
(4) Der Verzicht eines volljährigen Deutschen, der nach Maßgabe des Bürgerlichen Gesetzbuches geschäftsunfähig ist oder für den in dieser Angelegenheit ein Betreuer bestellt und ein Einwilligungsvorbehalt nach § 1825 des Bürgerlichen Gesetzbuches angeordnet ist, kann nur von einer vertretungsberechtigten Person und nur mit Genehmigung des deutschen Betreuungsgerichts erklärt werden. Der Verzicht eines minderjährigen Deutschen kann nur von seinem gesetzlichen Vertreter und nur mit Genehmigung des deutschen Familiengerichts erklärt werden. Ist der Minderjährige handlungsfähig nach § 34 Satz 1, bedarf die Verzichtserklärung seiner Zustimmung.