AufenthG
§ 40 Versagungsgründe
Dieser Text wurde in einfache Sprache (B1-Niveau) umgeschrieben. Er ersetzt nicht die amtliche Fassung des Gesetzes.
Versagungsgründe (§ 40 AufenthG)
Die Bundesagentur für Arbeit kann die Zustimmung zur Beschäftigung ablehnen. Es gibt verschiedene Gründe dafür.
Wann muss die Zustimmung abgelehnt werden?
Die Zustimmung muss abgelehnt werden, wenn:
- dein Arbeitsvertrag durch eine illegale Arbeitsvermittlung zustande kam, oder
- du als Leiharbeitnehmer arbeiten willst. Das bedeutet: Du wirst von einer Firma an eine andere Firma verliehen.
Wann kann die Zustimmung abgelehnt werden?
Die Zustimmung kann abgelehnt werden, wenn:
- du gegen Gesetze zur Schwarzarbeit oder Arbeitnehmerüberlassung verstoßen hast,
- es wichtige Gründe in deiner Person gibt, oder
- dein Arbeitgeber in den letzten 5 Jahren wegen Schwarzarbeit oder illegaler Arbeitnehmerüberlassung verurteilt wurde.
Weitere Ablehnungsgründe
Die Zustimmung kann auch abgelehnt werden, wenn dein Arbeitgeber:
- seine Pflichten bei Sozialversicherung, Steuern oder Arbeitsrecht nicht erfüllt hat,
- ein Insolvenzverfahren läuft oder der Betrieb aufgelöst wurde,
- keine Geschäftstätigkeit mehr ausübt,
- die Firma hauptsächlich gegründet wurde, um Ausländern die Einreise zu erleichtern, oder
- deine Anwesenheit Arbeitskämpfe beeinflussen soll.
(1) Die Zustimmung nach § 39 ist zu versagen, wenn
- 1.das Arbeitsverhältnis auf Grund einer unerlaubten Arbeitsvermittlung oder Anwerbung zustande gekommen ist oder
- 2.der Ausländer als Leiharbeitnehmer (§ 1 Abs. 1 des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes) tätig werden will.
(2) Die Zustimmung kann versagt werden, wenn
- 1.der Ausländer gegen § 404 Absatz 1 oder Absatz 2 Nummer 2 bis 4, 6 bis 13, 28 und 29 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch, gegen die §§ 10, 10a oder § 11 des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes oder gegen die §§ 15, 15a oder § 16 Absatz 1 Nummer 2 des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes schuldhaft verstoßen hat,
- 2.wichtige Gründe in der Person des Ausländers vorliegen oder
- 3.die Beschäftigung bei einem Arbeitgeber erfolgen soll, der oder dessen nach Satzung oder Gesetz Vertretungsberechtigter innerhalb der letzten fünf Jahre wegen eines Verstoßes gegen § 404 Absatz 1 oder Absatz 2 Nummer 3 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch rechtskräftig mit einer Geldbuße belegt oder wegen eines Verstoßes gegen die §§ 10, 10a oder 11 des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes oder gegen die §§ 15, 15a oder 16 Absatz 1 Nummer 2 des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes rechtskräftig zu einer Geld- oder Freiheitsstrafe verurteilt worden ist; dies gilt bei einem unternehmensinternen Transfer gemäß § 19 oder § 19b entsprechend für die aufnehmende Niederlassung.
(3) Die Zustimmung kann darüber hinaus versagt werden, wenn
- 1.der Arbeitgeber oder die aufnehmende Niederlassung seinen oder ihren sozialversicherungsrechtlichen, steuerrechtlichen oder arbeitsrechtlichen Pflichten nicht nachgekommen ist,
- 2.über das Vermögen des Arbeitgebers oder über das Vermögen der aufnehmenden Niederlassung ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde, das auf Auflösung des Arbeitgebers oder der Niederlassung und Abwicklung des Geschäftsbetriebs gerichtet ist,
- 3.der Arbeitgeber oder die aufnehmende Niederlassung im Rahmen der Durchführung eines Insolvenzverfahrens aufgelöst wurde und der Geschäftsbetrieb abgewickelt wurde,
- 4.die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Arbeitgebers oder über das Vermögen der aufnehmenden Niederlassung mangels Masse abgelehnt wurde und der Geschäftsbetrieb eingestellt wurde,
- 5.der Arbeitgeber oder die aufnehmende Niederlassung keine Geschäftstätigkeit ausübt,
- 6.durch die Präsenz des Ausländers eine Einflussnahme auf arbeitsrechtliche oder betriebliche Auseinandersetzungen oder Verhandlungen bezweckt oder bewirkt wird oder
- 7.der Arbeitgeber oder die aufnehmende Niederlassung hauptsächlich zu dem Zweck gegründet wurde, die Einreise und den Aufenthalt von Ausländern zum Zweck der Beschäftigung zu erleichtern; das Gleiche gilt, wenn das Arbeitsverhältnis hauptsächlich zu diesem Zweck begründet wurde.